Aventin Blog: Märchen
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Dienstag, 24. April 2018

Der glückliche Handwerksgeselle Märchen aus dem Schwabenland

Der glückliche Handwerksgeselle Märchen aus dem Schwabenland:

Märchen aus dem Schwabenland - Ein armer Handwerksgeselle war schon lange auf der Wanderschaft und hatte nur noch drei Kreuzer in der Tasche. Während er so dahinschritt, vertrieb er sich ein wenig die Zeit, indem er die Kupferstücke gegeneinander klimpern ließ und im Takt dazu ein Liedchen pfiff.


Dienstag, 10. April 2018

Die erzürnten Elfen Märchen aus Irland

Die erzürnten Elfen Märchen aus Irland:

Märchen aus Irland - Limerick - Wer sich vor Geistern in Acht nimmt, der tut gut daran. Sicherlich haben diese dann weniger Gewalt über den Menschen. Wer aber gar keine Rücksicht auf sie nimmt oder gar nicht an sie glaubt, der handelt sehr unklug, sei es Mann, Weib oder Kind.


Dienstag, 27. März 2018

Der Bauer und der Boggart Märchen aus England - Lincolnshire

Der Bauer und der Boggart Märchen aus England - Lincolnshire:

Märchen aus England - Der Bauer und der Boggart - Es war einmal ein Bauer, der lebte in Mumby, nahe Alford in Lincolnshire. Er hatte einen schönen Hof, aber er überlegte, dass er eigentlich noch zwei Felder mehr gebrauchen könnte. Also kaufte er ein Stück Land und war mit dem Handel zufrieden, denn der Boden war gut.


Dienstag, 20. März 2018

Der Zauberer von Alderley Märchen aus England - Midlands

Der Zauberer von Alderley Märchen aus England - Midlands:

Märchen aus England - Der Zauberer von Alderley - Einmal, vor langer Zeit, ritt ein Bauer von Mobberley über den Höhenzug, der Alderley Edge heißt, nach Macclesfield, wo er ein Pferd verkaufen wollte. Es war im Herbst. Der Himmel war grau, und ein dünner Regen fiel.


Dienstag, 13. März 2018

Die Feen auf Selena Moor Märchen aus Cornwall

Die Feen auf Selena Moor Märchen aus Cornwall:


Märchen aus England - Cornwall - Die Feen auf Selena Moor - Da war einmal ein Bauer, der hieß William Noy, ein wohlgelittener Mann, der nahe Selena Moor in Cornwall lebte. Eines Abends ging er zu einer nahe gelegenen Schenke, um Ale (Bier) für das Herbstfest am nächsten Tag zu bestellen.



Dienstag, 20. Februar 2018

Der Buchweizen Märchen von Hans Christian Andersen

Der Buchweizen Märchen von Hans Christian Andersen:

Häufig, wenn man nach einem Gewitter an einem Acker vorübergeht, auf dem Buchweizen wächst, sieht man, dass er ganz schwarz geworden und abgesengt ist; es ist gerade, als ob eine Feuerflamme über ihn hingefahren wäre.


Dienstag, 30. Januar 2018

Der Zauberer von Long Siddale Märchen aus England

Der Zauberer von Long Siddale Märchen aus England:

Märchen aus England - Der Zauberer von Long Siddale - Es war einmal ein Mann, der hieß Doktor Lickbarrow, der lebte in Long Siddale in Westmoreland. Es war dies ein kleines Tal, und jeder kannte Doktor Lickbarrow, aber die Leute mochten ihn nicht, denn merkwürdige Dinge trugen sich auf seinem Hof zu.


Dienstag, 23. Januar 2018

Elidyr Märchen aus Wales

Elidyr Märchen aus Wales:


Märchen aus Wales - Elidyr Vor achthundert Jahren lebte am Ufer des Flusses Neath im südlichen Wales ein zwölfjähriger Junge mit Namen Elidyr. Seine Mutter hoffte, er werde einmal ein guter Mann werden. Also gab sie ihn zu einem strengen Lehrer, der ihm Wissen beibringen sollte.



Dienstag, 2. August 2016

Warum es keinen Krieg geben darf | Chinesisches Märchen | Ernst Pezoldt


Als ein Krieg zwischen zwei benachbarten Völkern unvermeidlich schien, schickten die feindlichen Feldherrn Späher aus, um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könne. 

Als die Kundschafter dann zurück kehrten, berichteten sie ihren Vorgesetzten, dass es nur eine Stelle an der Grenze gäbe, wo man in das andere Land einzubrechen könne. "Dort aber", sagten sie, "wohnt ein braver kleiner Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau. Sie lieben einander und es heißt, dass sie die glücklichsten Menschen auf der Welt seinen, da sie ein Kind hätten. Wenn wir nun über das kleine Grundstück in das Feindesland einmarschieren, dann würden wir das große Glück zerstören. Also darf es keinen Krieg geben".

Das sahen die Feldherren dann auch wohl ein, und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen kann. 





Dienstag, 5. Juli 2016

Momo | Ein schweigsamer Alter | Michael Ende

http://aventin.blogspot.de/2016/07/momo-ein-schweigsamer-alter-michael-ende.html

Wenn jemand auch sehr viele Freunde hat, so gibt es darunter doch immer einige wenige, die einem ganz besonders nahe stehen und die einem die allerliebsten sind. Und so war es auch bei Momo.

Sie hatte zwei allerbeste Freunde, die beide jeden Tag zu ihr kamen und alles mit ihr teilten, was sie hatten. Der eine war jung, und der andere war alt. Und Momo hätte nicht sagen können, welchen von beiden sie lieber hatte.

Der alte hieß Beppo Straßenkehrer. In Wirklichkeit hatte er wohl einen anderen Namen, aber da er von Beruf Straßenkehrer war und alle ihn deshalb so nannten, nannte er sich selbst auch so.

Beppo Straßenkehrer wohnte in der Nähe des Amphitheaters in einer Hütte, die er sich aus Ziegelsteinen, Wellblechstücken und Dachpappe selbst zusammengebaut hatte. Er war ungewöhnlich klein und ging obendrein immer ein bisschen gebückt, so dass er Momo nur wenig überragte. Seinen großen Kopf, auf dem ein kurzer weißer Haarschopf in die Höhe stand, hielt er stets etwas schräg und auf der Nase trug er eine kleine Brille. Manche Leute waren der Ansicht, Beppo Straßenkehrer sei nicht ganz richtig im Kopf. Das kam daher, dass er auf Fragen nur freundlich lächelte und keine Antwort gab. Er dachte nach. Und wenn er eine Antwort nicht für nötig fand, schwieg er. Wenn er aber eine für nötig hielt, dann dachte er über diese Antwort nach. Manchmal dauerte es zwei Stunden, mitunter aber auch einen  ganzen Tag, bis er etwas erwiderte. Inzwischen hatte der andere natürlich vergessen, was er gefragt hatte, und Beppos Worte kamen ihm wunderlich vor. 

Nur Momo konnte so lange warten und verstand, was er sagte. Sie wusste, dass er sich so viel Zeit nahm, um niemals etwas Unwahres zu sagen. Denn nach seiner Meinung kam alles Unglück der Welt von den vielen Lügen, den absichtlichen, aber auch den unabsichtlichen, die nur aus Eile oder Ungenauigkeit entstehen.

Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude. Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte.

Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit. 

Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter - Schritt - Atemzug - Besenstrich -.

Während er sich so dahin bewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat. Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich sein Zunge, und er fand die richtigen Worte. "Siehst du, Momo, sagte er dann zum Beispiel, "es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man."

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: "Und dann fängt man an, sich zu beeilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedesmal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen."

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: "Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten." Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: "Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein."

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: "Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste." Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: "Das ist wichtig."






Freitag, 10. Juni 2016

Die letzte Blume | Zufriedenheit | Parabel von James Thurber


Wie jedermann weiß, verursachte Weltkrieg XII den Zusammenbruch der Zivilisation. Städte und Dörfer verschwanden von der Erde. Alle Haine und Wälder wurden zerstört und alle Gärten und alle Kunstwerke.

Männer, Frauen und Kinder sanken auf eine tiefere Stufe herab, als die primitivsten Tiere. Entmutigt und enttäuscht verließen die Hunde ihre gefallenen Herren. Der bedauernswerte Zustand der einstigen Erdgebieter machte die Kaninchen so kühn, dass sie über sie herfielen.

Bücher, Gemälde und auch die Musik verschwanden von der Erde, und die Menschen saßen herum und taten nichts. Jahre um Jahre verstrichen. Sogar die paar Generäle, die übrig geblieben waren, vergaßen, worum es im letzten Krieg eigentlich gegangen war. Es wuchsen Knaben und Mädchen heran, die einander ausdruckslos anstarrten, denn die Liebe hatte die Erde verlassen. Eines Tages fand ein junges Mädchen, das noch niemals eine Blume gesehen hatte, zufällig die letzte Blume der Erde. Sie erzählte es den anderen Menschen, dass die letzte Blume verwelke. Der einzige, der zuhörte, war ein junger Mann, dem sie beim Herumwandern begegnete. Der junge Mann und das Mädchen pflegten die Blume gemeinsam, und sie begann sich wieder zu erholen.

Eines Tages besuchten eine Biene und ein Kolibri die Blume. Bald darauf waren zwei Blumen da, und dann vier und dann eine große Menge. Haine und Wälder wuchsen wieder. Das junge Mädchen fing an, sich für das Aussehen des jungen Mannes zu interessieren. Der junge Mann entdeckte, dass es angenehm war, das junge Mädchen zu berühren. Die Liebe kam wieder auf die Erde. Ihre Kinder wuchsen kräftig und gesund heran und lernten zu springen und zu lachen. Die Hunde kehrten aus ihrem Exil zurück. Der junge Mann entdeckte, dass man einen Unterschlupf bauen konnte, wenn man einen Stein auf den anderen legte. Bald darauf baute sich jedermann solche Unterkünfte. Städte und Dörfer entstanden. Das Lied kehrte auf die Erde zurück und Troubadoure und Gaukler und Schuster und Schneider und Maler und Dichter und Bildhauer und Wagenschmiede und Soldaten und Leutnants und Hauptleute und Generalmajore und Generale und die Befreier. Manche Leute beschlossen hier zu leben und andere dort. Bald darauf wollten die, welche in die Täler gezogen waren, auf den Hügeln leben und die, welche auf die Hügel gezogen waren, wollten in den Tälern leben. 

Dann aber schürten die Befreier wieder das Feuer der Unzufriedenheit. Und so gab es wieder Krieg auf der Erde.

Diesmal war die Zerstörung so vollständig, dass nichts mehr auf der Erde übrigblieb, außer einem Mann und einer Frau und einer Blume.






Dienstag, 7. Juni 2016

Der Axtdieb | Vorurteile | Geschichte aus China


Ein Mann hatte seine Axt verloren und vermutete, dass der Sohn des Nachbarn sie ihm gestohlen habe. Er beobachtete ihn daher ganz genau: Sein Gang und sein Blick waren ganz der eines Axtdiebes. Alles, was er tat und auch wie er sich benahm, sah nach einem Axtdieb aus. 

Einige Zeit später fand der Mann zufällig seine Axt unter einem Bretterhaufen wieder.

Am Tag darauf begegnete der Mann wieder dem Sohn des Nachbarn: Sein Gang war nicht der eines Axtdiebes und auch sein Blick war es nicht. Er sah ganz anders aus und benahm sich auch nicht wie ein Axtdieb.  

Lehre: 
Vorurteile machen blind und trüben den Blick!






Dienstag, 31. Mai 2016

Der Prinz | Das Leben ein Traum | Märchen von Bertolt Brecht


Es war einmal ein Prinz, weit drüben im Märchenland. Weil der nur ein Träumer war, liebte er es sehr, auf einer Wiese nahe dem Schloss zu liegen und träumend in den blauen Himmel zu starren. Denn auf dieser Wiese blühten die Blumen viel größer und schöner wie sonstwo. Und der Prinz träumte von weißen, weißen Schlössern und hohen Spiegelfenstern und leuchtenden Söllern.

Es geschah aber, dass der alte König starb. Nun wurde der Prinz sein Nachfolger. Und der neue König stand nun oft auf den Söllern von weißen, weißen Schlössern mit hohen Spiegelfenstern. Und träumte von einer kleinen Wiese, wo die Blumen größer und schöner blühen denn sonstwo.





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